Purodha
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Über das Magazin

Purodha — ein Magazin für stille Stadtimkerei.

Purodha ist ein deutschsprachiges Quartalsmagazin über Stadtbienen, Trachtpflanzen und die leise Seite der Imkerei. Wir schreiben für Imkerinnen und Imker, die ihre Beuten auf Flachdächern, in Hinterhöfen und in Schrebergärten halten — und die Imkerei nicht als Ertragsdisziplin betreiben, sondern als Form der Naturbeobachtung. Kein Vereinsblatt, kein Lehrwerk, kein Ratgeber für Honig-Marken. Ein Heft, das viermal im Jahr erscheint, sechs Ressorts pflegt und im Übrigen lieber wartet, bis ein Text reif ist.

Das Heft hat einen klaren Bias gegen das Laute. Wir öffnen Beuten seltener als wir hineinhören. Wir notieren Flugbilder am Flugloch lieber als wir Sensoren in den Brutraum schrauben. Wir schreiben über die Robinie, die in einem Jahr trägt und im nächsten schweigt, und über den Stadtbaum, an dessen Honigtau wir das schwüle Frühjahr ablesen. Beobachtung ist unser wichtigstes Werkzeug — und sie braucht Zeit, die das Heft auch hergibt.

Sechs Ressorts bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren: Beobachtung sammelt Stocknotizen, Trachtkalender verfolgt die urbanen Blühzeiten, Werkstatt behandelt Geräte und Methoden — mit Vorliebe für die handgehobelten, Stadtnatur denkt jenseits der Honigbiene über Wildbienen, Stadtbäume und Brachflächen nach, Honig & Wachs erklärt Verarbeitung ohne Vermarktung, und Stille Imkerei ist das Essay-Ressort, in dem wir laut über das Leise nachdenken. Nicht jedes Heft füllt alle sechs Felder gleichmäßig; manchmal verdichten sich drei Texte um einen einzigen Spätfrost, manchmal hängt eine ganze Ausgabe an einer Wildbienen-Bestandsaufnahme.

Das aktuelle Frühjahrs-Heft 2026 hat seinen Schwerpunkt im Mai-Trachtkalender — Robinie, Spätsalweide, die ersten Akazienblüten — und in einer längeren Werkstatt- Reihe über Beutenformen, die sich für Stadtlagen eignen. Die nächste Ausgabe erscheint im Juli, mit Lindenblüte, ersten Schwärmen und einer Bestandsaufnahme der städtischen Wildbienenarten in einem einzelnen Berliner Hinterhof.

Geschrieben ist Purodha für Hobby-Imkerinnen und -Imker mit Lust auf konzentriertere Lektüre, für Stadt-Ökolog:innen, für Gärtnerinnen mit Interesse an Trachtpflanzen und für jeden, der eine Honigbiene am Sommerabend nicht für selbstverständlich hält. Wir setzen kein Fachwissen voraus, aber wir verzichten auch nicht auf Fachbegriffe — Stockzustände, Trachtlücke, Drohnenschlacht erklären wir im Nachsatz, nicht im Glossar.

Gastbeiträge

Das Heft nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text geschrieben hat — eine Beobachtung aus dem eigenen Hinterhof, eine Trachtkalender-Notiz, ein Werkstatt-Essay, eine Wildbienen-Recherche — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten gewöhnlich innerhalb einer Woche. Knapp ist kein Nachteil; eine gute Zeichnung sagt mehr als drei Absätze Prosa; und wer den Imker-Jargon mit den Ohren eines Stadtmenschen liest, hat schon halb gewonnen.

Eine Honigbiene ist für uns kein Ertragstier. Sie ist das Wesen, an dem wir lernen, einer Stadt zuzuhören.